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Die Burgruine

Burgruine Hornstein

Ein Stück Mittelalter - im wahrsten Sinne des Wortes!

Ein Stück Turm
1341 hörte man geschichtlich das erste Mal von einer Burg, die als Wehranlage gegen den Österreichischen Feind im Westen Ungarns als Grenzburg errichtet wurde. 1445 wurde sie jedoch von Kaiser Friedrich III. zerstört und erstrahlte nie wieder in altem Glanz. Hornstein war eine wichtige Abkürzung auf der levantinischen Handelsroute Venedig-Wien, die über Steinamanger, Güns und Ödenburg führte, dann über Hornstein und Wimpassing nach Wien. Damit umging man das unwegsame Gelände am Semmering.

Im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes über die Befestigungen an der ungarischen Westgrenze wurden in zwei Grabungskampagnen (1995 drei Monate, 1997 vier Monate) Ausgrabungen und Vermessungen der Burg durchgeführt. Die zentrale Burg war in etwa 90 Meter lang und 30 Meter breit.
An der Nordseite fand man eine 2,9 Meter dicke Mauer, die bis zu fünf Meter in den Boden reichte und auf Fels gebaut wurde, die inneren Mauern reichen bis zu drei Meter tief.
Vieles, auch die Gargoyles, Wasserspeier, die damals die Dächer der Burgen zierten und so vor Drachen und bösen Geistern schützen sollten, blieben jedoch unentdeckt. Ebenso die Zisterne, die in der Mitte der Burg zu finden sein sollte. Denn, wurde eine Burg zur damaligen Zeit aufgegeben, warf man alles, was nicht mitgenommen werden konnte in den nicht mehr benötigten Brunnen. 
Hier wäre sicherlich noch so Einiges zu entdecken. 
Ganz zu Schweigen vom Geheimgang, der sich jedoch lt. Büchlein als Zaubertor einer Linde herausstellte. Wie immer es auch war, wir werden es wohl nie herausfinden. Manchmal ist es besser, wenn Dinge unentdeckt bleiben!

Die Schlossbergwiese
Im Burgenland gibt es 30 Gemeindeschutzgebiete, die einen wertvollen Beitrag zum Schutz von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten leisten.
Auch stehen in etwa 1172 Bäume landesweit unter Naturschutz. 

Auf der Schlossbergwiese tummeln sich seltene Schmetterlingsarten, z.B.: der Fetthennenbläuling.
Auch Gottesanbeterinnen, Smaragdeidechsen und viele weitere, seltene Tiere, sind hier zu finden. Bei dieser Wiese handelt es sich um einen sogenannten Trocken- bzw. Halbtrockenrasen, der zwar Nährstoffarm, aber Artenreich ist und als kleine Ökozelle für seltene Pflanze und Tiere  gilt. 

Lili findet Exi hier, eine zutrauliche Smaragdeidechse, die unsere Sprache versteht und mit Lili und Hörnchen spannende Abenteuer erlebt.

Die schwarze Frau

Die schwarze Frau

Mythen und Legenden

Trotz der Lage inmitten deutschsprachiger Ortschaften an der ungarisch-österreichischen, später an der burgenländisch-niederösterreichischen Grenze hat sich in Hornstein das kroatische Brauchtum lange Zeit bewahrt.
Erst seit 1945 gehen die Brauchtümer der Ortschaften zurück und viele Jugendliche kennen diese gar nicht mehr.
Eigene Trachten waren bis in die Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts zu sehen. Alle Lebensabschnitte der Menschen waren über die Zeit untrennbar mit Bräuchen verbunden. Taufe, Kommunion, Firmung, Hochzeit und selbst der Tod.
Wobei wir schon bei den Geistern wären – dem Mythos der schwarzen Frau, die auf der Burg Hornstein bzw. im unterirdischen Gang, der Hornstein mit Eisenstadt oder Loretto, so genau weiß man das nicht, verbindet, hat ihn doch niemand gesehen, spukt. 
Aber was sind denn nun Geister? Ein Geistwesen oder einfach Geist ist ein immaterielles oder feinstoffliches, übernatürliches Wesen, dem übernatürliche aber begrenzte Fähigkeiten zugeschrieben werden.
Geistwesen sind Bestandteil vieler Religionen und Mythen und gelten als Überbringer von Nachrichten aus dem Jenseits.
Moderne Formen des Geisterglaubens, bei dem die Kontaktaufnahme im Mittelpunkt steht, wird Spiritismus genannt. Hierzu gehören die nicht religiösen Séancen zur Totenbeschwörung in westlichen Kulturen. Die Anhängerschaft des Spiritismus wird weltweit auf ca. 100 Millionen geschätzt. Unterschieden werden Ahnen- und Totengeister (ghosts) von nicht vorschriftsmäßig Bestatteten oder gewaltsam zu Tode Gekommenen, also von Menschen stammende. Dem gegenüber stehen die Naturgeister (spirits) ,die unabhängig vom Menschen in der Natur vorgestellt werden.
Es wird unterschieden zwischen: Naturgeistern, Herr der Tieren (Bärenkult), Geister der Verstorbenen, Totengeister, Gespenster (spukende Totengeister), Haus- und Herdgeister, Engel, Dämonen und Teufel… So, ich glaube jetzt hab ich alle…